https://wiki.ubuntuusers.de/VNC/


Mit VNC kann ein entfernter Rechner bedient werden. VNC ist die Abkürzung für Virtual Network Computing und basiert auf dem RFB-Protokoll. Praktisch wird der Bildschirminhalt eines anderen Rechners auf dem lokalen Rechner angezeigt. Maus- und Tastatureingaben werden vom lokalen Rechner (hier läuft der Client, auch Viewer genannt) zurück an den entfernten Rechner (dort auf dem Host läuft der VNC-Server) gesendet.
Es existieren zwei unterschiedliche Konzepte für VNC-Server. Der übliche Server (z.B. x11vnc) bietet den tatsächlichen Bildschirm des Host-Rechners zur Anwenderunterstützung an. Weil am entfernten Rechner Tastatur und Maus benutzbar bleiben, ist eine Absprache empfehlenswert. Eine zweite Gruppe von Server-Programmen (z.B. tightvnc) ermöglicht die Benutzeranmeldung an virtuelle Sitzungen, ähnlich dem Terminalserver-Konzep
Es gibt drei verschiedene Wege, um die Verbindung zwischen den Rechnern aufzubauen:
1. Beim traditionellen Weg lauscht der VNC-Server auf TCP-Port 5900. Er bietet dort sein Display 0 an. Weitere Displays können über zusätzliche Ports angeboten werden. Diese sind meistens 590n, wobei n die Displaynummer ist. Falls der Host hinter einer Firewall (z.B. einem Hardware-Router) erreichbar sein soll, müsste der auf den entsprechende TCP-Port weitergeleitet werden. Bei von außen (= über das Internet) erreichbaren Rechnern wäre dies ohne verschlüsselte Verbindung grob fahrlässig. Für die einfache Anwenderunterstützung ist dieser Weg daher nicht zu empfehlen.
VNC-Verbindungen sind grundsätzlich unverschlüsselt! Sämtliche Passwörter werden im Klartext übertragen. Am Ende des Artikels wird beschrieben, wie man VNC-Verbindungen mit SSH oder VPN absichern kann.

Unity/GNOME


GNOME bringt das Programm Vino {en} als VNC-Server mit. Dieses bietet den Bildschirm der Sitzung an, aus der er gestartet wurde. Die Konfiguration erfolgt durch das Programm vino-preferences, das über den Begriff "Freigabe der Arbeitsfläche" zu finden ist. Unter dem Punkt "Sicherheit" sollte mindestens eine der beiden Sicherheits-Optionen aktiviert sein – entweder nur auf Bestätigung und oder mit Passworteingabe.
Wenn im Autostart [1] "Entfernter Desktop" nicht aktiviert ist, wird der Vino-Server nicht gestartet und eine Fernwartung ist nicht möglich. Den Server kann man dann auch manuell über das Terminal starten:

/usr/lib/vino/vino-server

Bei aktivierten 3D-Effekten können Darstellungsprobleme auftreten. So bekommt der VNC-Client nur eine Bildschirmansicht übertragen, die sich bei Maus- und Tastatureingaben nicht mehr verändert. Bei Desktop-Umgebungen, die einen 3D-Desktop zwingend voraussetzen (Unity, GNOME), empfiehlt sich eine Sitzung mit einer 2D-Oberfläche (soweit vorhanden). Speziell bei GNOME heißt diese Variante GNOME Flashback. Dies verbessert die Geschwindigkeit und Stabilität von VNC deutlich. Auch mangelhafte Grafikkarten-Treiber können Darstellungsproblem verursachen.
Bei Xfce bzw. Xubuntu kann man den Vino-Server über "Einstellungen -> System -> Sitzung und Startverhalten -> Automatisch gestartete Anwendungen -> Hinzufügen" zu den Startprogrammen hinzufügen (siehe auch Xfce-Einstellungen).



TeamViewer (proprietär)

http://www.linux-community.de/Internal/Artikel/Print-Artikel/EasyLinux/2011/01/Grafische-Fernwartung-leicht-gemacht
Falls Sicherheitsbedenken bezüglich der Nutzung firmenfremder Server bestehen, verkauft TeamViewer auf Nachfrage auch einen eigenen Authentifizierungsserver.
http://www.zdnet.de/41559468/remote-zugang-zum-pc-die-besten-fernsteuerungs-tools/

Remmina



https://wiki.ubuntuusers.de/Remmina/
ist eine Fernwartungssoftware, die die Protokolle VNC, NX, RDP, XDMCP sowie SFTP unterstützt. Es ist möglich, eine Verbindung durch einen SSH-Tunnel zu leiten, was besonders sinnvoll ist, wenn man normalerweise unverschlüsselte Protokolle wie VNC über das Internet einsetzen möchte. Außerdem können VNC-Verbindungen umgekehrt ("reverse") aufgebaut werden, wenn etwa der Server hinter einem NAT-Router sitzt. Weiterhin wird Avahi unterstützt, um im lokalem Netzwerk nach Servern zu suchen. Durch die Integration von Telepathy kann zudem eine Verbindung über einen Instant-Messenger wie Empathy aufgebaut werden.