Fazit

Die meisten Unix-Standardtools für die Datei- und Prozessverarbeitung sind in der SUA-Sammlung enthalten, sodass Sie portable Unix-Shellskripte mit Windows 7 schreiben oder Skripte von Linux portieren können.

Darüber hinaus enthält das SUA eine Entwicklungsumgebung – den SDK-Teil –, die den GCC-Compiler und andere Tools mitbringt. Damit lassen sich viele Unix- und Linux-Programme aus dem Quellcode auch unter Windows kompilieren – vorausgesetzt sie verwenden keine besonderen Bibliotheken.

Der NFS-Client übertrifft die Erwartungen bezüglich Funktionalität und Geschwindigkeit, doch lässt die Dokumentation zu wünschen übrig. Auch die mangelhafte Anpassung der PATH-Variablen hinterlässt keinen guten Eindruck. Zudem fehlen einige moderne und sichere Tools wie »ssh« , »sftp« und »scp« . Stattdessen setzt Microsoft immer noch auf Telnet, obwohl der Dienst in der Unix-Welt schon vor Jahren ausgestorben ist.

Wer für Windows 7 die Interoperabilität mit Unix und Linux sucht, findet im Subsystem für Unix-basierte Anwendungen eine brauchbare Lösung. Sie ist zwar nicht perfekt, aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung. Und es ist für Microsoft richtungweisend, ein solches Paket für sein Desktop-Betriebssystem bereitzustellen. Regelmäßige Infos zu den SUA geben Ashish und Anand von Microsoft in einem Blog [2].

Der Autor

Ken Hess ist freier Technikredakteur und Journalist. Seine Themen reichen von Open Source über Linux und Datenbanken bis hin zur Datenvisualisierung und Virtualisierung.

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