Von: Finanztip Newsletter , Nr. 26 / 2018 – 29. Juni Nachhaltige ETFs: So legen Sie Ihr Geld mit gutem Gewissen an Wir haben unsere Leser gefragt, was für sie ein Ausschlussgrund ist: Mit Abstand am wichtigsten war Ihnen keine Korruption, keine Waffen und keine Kinderarbeit. Dahinter folgten dann mit etwas Abstand ökologische Kriterien, dabei vor allem: keine Atomkraft. Wir haben Ihre Wünsche verknüpft mit unseren Kriterien für solide Geldanlage: Der Fonds darf nicht zu viel kosten, muss leicht zu handeln sein und das Risiko breit verteilen. Es gibt zwei Listen von Firmen, auf die das zutrifft: den Index MSCI World SRI und den Dow Jones SI World Enlarged. Beide funktionieren ähnlich: Sie enthalten eine Auswahl der nachhaltigsten Unternehmen pro Branche und Region. So scheiden zum Beispiel Apple, Samsung und Sony aus, weil Amnesty International ihnen vorwirft, Akku-Lieferanten nicht ausreichend auf Kinderarbeit zu prüfen. Umstrittene Branchen werden komplett ausgeschlossen, unter anderem Waffen, Tabak, Glückspiel, Atomkraft und Gentechnik. Die Ölbranche allerdings ist enthalten. Von der Konkurrenz heben sich die beiden auch deshalb ab, weil sie sich nicht auf wenige Branchen einengen und beide mehrere Hundert Firmen listen. Genau daran scheiterten die meisten anderen Index-Anbieter in unserer Vorauswahl. Der Dow-Jones-Index listet sogar weit mehr an Firmen auf (592) als der MSCI World SRI (408), weil Dow Jones auch Schwellenländer berücksichtigt. In beide können Sie investieren mit Aktien-Indexfonds (ETFs), die wenig kosten: Nämlich mit dem UBS MSCI WORLD SRI UCITS ETF und dem iShares DJ Global Sustainability UCITS*. Wie unsere Auswertung der vergangenen fünf Jahre nahelegt, sind auch die Abstriche bei der Rendite im Vergleich zu nicht nachhaltiger Geldanlage eher gering, vor allem beim MSCI-Index. Sie bekommen die ETFs günstig bei unseren Wertpapierdepot-Empfehlungen. Wer monatlich ansparen will, kann dies bei der DKB* und Flatex* (nur iShares-ETF) tun.