http://wiki.ubuntu-forum.de/index.php?title=Benutzer:Klaus_P hier: nur für Linux relevante Zeilen Für WIN siehe dort ebenfalls Ausführliches. 1.4.1 Secure-Boot ... Secure-Boot führt in der Linux-Welt unter Umständen zu einigen Problemen, da es Distributionen gibt, die Secure-Boot fähig sind (z.B. Ubuntu und Derivate ab Version 12.04.2, Fedora, OpenSuse) und andere, die nicht Secure-Boot fähig (z.B. Linuxmint, Debian) sind. Unter Ubuntu und den hauseigenen Derivaten kann man also Secure-Boot nutzen, dies ist vor allem dann von Bedeutung, wenn man eine UEFI Firmware erwischt hat, die die Deaktivierung nicht so ohne weiteres zulässt. Ansonsten vermeidet die Deaktivierung ggf. eine Reihe von zusätzlichen Problemen. Nutzer von Distributionen, die nicht zu Secureboot fähig sind, müssen das vor allem anderen auf "disabled" einstellen und hoffen, dass die UEFI-Firmware keine weiteren Fallstricke bereit hält. In der Regel solle es aber gehen! Die Alternative wäre der simulierte klassische BIOS-Modus (UEFI-Einstellung: CSM/Legacy), aber eben für alle installierten Betriebssysteme. I.d.R. befindet sich die Verwaltung von SecureBoot auch im Bootbereich des UEFI/Set-Up. Alternativ im Bereich Security/Sicherheit nachschauen. Möglicher Weise muss erst ein Security-Passwort eingerichtet werden bevor es deaktiviert werden kann (z.B. bei Acer-NB-Modellen). Auch hier ist leider alles uneinheitlich und ggf. etwas "Findergeist" gefragt. 1.4.2 Habe ich überhaupt einen UEFI-Rechner? Mit Linuxmitteln startet man am besten eine Installations-CD (oder Stick) als Live-CD und gibt ins Terminal folgenden Befehl ein: sudo dmidecode -t0 | grep -Ei "(BIOS boot|UEFI)" 1.4.3 Installation im UEFI oder BIOS Modus? ... Eine "Muss" im UEFI-Modus (bzw. auf einer GPT-Partitionstabelle) zu installieren, besteht für alle, die aktuell oder später bootfähige Datenträger größer als 2TB benutzen wollen. ... Wie vorstehend erwähnt sollte man zunächst „Secure-Boot“ auf „disabled“ einstellen. Des weiteren auch die Funktion „Fastboot“ auf „disabled“ einstellen. Diese hat zwar nichts direkt mit der Installation zu tun, vermeidet aber im Dualboot-Betrieb Probleme. ... Der Begriff UEFI ist noch allgemeingültig. Für den klassischen Modus gibt es aber ein ganze Reihe von verwendeten Begriffen. Hier eine Auswahl: Legacy-Modus, CSM (Compatibility Support Module), BIOS-MODUS, Other OS, Windows-Old Und auch auf Untermenüs achten! ... Grob zusammengefasst sind die UEFI Einstellungen für eine Installation im klassischen Modus: CSM / Legacy / BIOS-Mode = enabled UEFI-Mode (falls separat einstellbar) = disabled Secure-Boot und Fastboot = disabled im UEFI-Modus: CSM / Legacy / BIOS-Mode = disabled (Ausnahme Einstellung in Untermenüs, siehe weiter oben) UEFI-Mode = enabled Fastboot = disabled Secure-Boot = disabled (aktuell noch empfohlen bzw. optional, auch abhängig von der verwendeten Linux-Distribution) ... Fastboot/Schnellstart ist nicht nur eine Fuktion des UEFI/BIOS. Auch in Windows 8 ist diese Funktion einstellbar. Dies sollte dort ebenfalls deaktiviert werden. ... Verwendung der neuesten UEFI/BIOS Version ! ... 1.5 Installation 1.5.1 Voraussetzungen/Anwendung Erforderlich/Wichtig für eine Installation im UEFI-Modus: 1 Ein Linux-Installationsmedium mit einem 64Bit Ubuntu-Image (CD/DVD/USB-Stick) 2 Ein USB-Stick muss für eine UEFI-Installation extra eingerichtet werden mit Unetbootin, und/oder von Windows aus. Gut geeignet ist auch die einfache Windowssoftware Rufus, mit Voreinstellung für UEFI/GPT-Installation. 3 Eine GPT-Partitionstabelle (im Unterschied zum klassischen MSDOS/MBR) auf dem für die Installation vorgesehenen Datenträger (Anmerkung: Streng genommen trifft dies nur auf Windows zu und Ubuntu kann theoretisch auch im EFI-Modus auf einem MS-DOS Datenträger installiert werden. Ich rate trotzdem zu GPT um ggf. Probleme zu vermeiden) 4 Bei Dualboot ein einheitlicher Installationsmodus (also beide Betriebssysteme im gleichen Modus) 5 Es muss eine EFI-Bootpartition mit dem Dateisystem FAT32 vorhanden sein, bzw. angelegt werden, Größe etwa 400 - 500 MB 6 Der Ubuntu-Installer ist, bis einschließlich der Ubuntuversion 14.04, noch nicht in der Lage, andere vorhandene Installationen im EFI-Modus zu erkennen, es muss daher die Installationsvorgabe "Etwas Anderes" gewählt werden, wenn Ubuntu/Linux zusätzlich zu, z.B. einem bereits existierenden Windows, eingerichtet werden soll. 7 Ab Version 14.10 ist der Installer in der Lage, vorhandene UEFI-Systeme zu erkennen. Ich empfehle trotzdem die manuelle Installation (siehe Abschnitt 1.5.6) Der Datenträger mit dem Linux-ISO (CD/DVD/Stick) muss als UEFI-Installationsmedium gebootet werden. Ich empfehle daher, nicht direkt davon zu booten, wenn dies in der Bootreihenfolge so festgelegt ist, sondern zunächst das UEFI-Menü (über Set-Up oder per F-Taste direkt) zu öffnen, und das Installationsmedium zum booten auszuwählen, wenn es mit dem Vorsatz UEFI als Medium benannt ist oder die Bootvorgabe eindeutig auf "UEFI" eingestellt ist. 1.5.2 Windows vorinstalliert Existiert bereits eine Windowsinstallation und es gibt keine freien Partitionen für Linux, empfehle ich hiermit ausdrücklich, zur Verkleinerung einer Windowspartition, die bordeigene Datenträgerverwaltung zu benutzen. Für weitere Partitionierung kann dann Gparted von der Live-CD/Stick oder der Partitionierer im Linux-Installer (auch Gparted) genommen werden. Ein vorinstalliertes Windows ab der Version 8, befindet sich in jedem Fall auf einer GPT. Bei Verwendung von Gparted bitte darauf achten, dass die Partitionen auch auf einer GPT angelegt werden. Die Installation von Ubuntu/Linux unbedingt über den Menüpunkt "Etwas Anderes" vornehmen. 1.5.3 Komplette Neuinstallation mit Windows Dualboot Bei einer leeren Platte empfehle ich bei einem geplanten Dualboot, Windows zuerst zu installieren. ... 1.5.4 Es soll nur Ubuntu/Linux installiert werden ... 1.5.5 Allgemein / Überprüfung ... Zur Überprüfung der Partitionierung kann man vorher von der Live-Session aus den Befehl sudo parted -l ins Terminal eingeben. Neben der Auflistung der einzelnen Partitionen, wird im Kopf angegeben, welche Partitionstabelle verwendet wurde (gpt oder msdos). ...